Das Schauermärchen

vom Walliser Hanfbäuerchen

(mit einem alten Leierkasten vorzusingen)

 
   

Ein Bäuerlein im schönen Schweizer Kanton Wallis hatte das Gefühl, die blöden Schweizer-Gesetze würden für es nicht gelten. Schliesslich sei es viel gescheiter (meinte es) und wisse ganz genau,

dass Cannabis völlig unschädlich sei.

Und vor allem, dass man damit ganz gut Geld machen könne.

Also pflanzte es munter Hanf an, pflegte und erntete ihn und verkaufte dieses "Gras" auf dem lukrativen Schwarzmarkt.

Ein bisschen blöd war nur, dass der Bauer dabei immer wieder erwischt wurde. Die böse Polizei vernichtete sogar mehrmals "seiner Hände Arbeit", die er "im Schweisse seines Angesichtes" angebaut hatte.

Und die zuständigen Gerichte verurteilten ihn zu immer drastischeren Strafen.

Aber davon liess sich das kleine Bäuerlein keineswegs beeindrucken, schliesslich war er ja ein freier Schweizer, viel gescheiter als alle Andern und überhaupt...

So lange, bis er kein freier Schweizer mehr war,

weil ihn die Justiz ins Gefängnis steckte.

 
       
 

Das passte nun diesem freiheitsliebenden Hanfbäuerlein überhaupt nicht.

Es sah sich jetzt plötzlich als Opfer und Märtyrer, spielte sich auf als

"Messias für den Hanfglauben"

und veranstaltete einen dramatischen Hungerstreik.

(wie ein Kindergärteler, der zu den bösen Eltern sagt: "ihr seid dann ganz selbst schuld, wenn ich verhungere").

Ein Hanfbauer, der den Staat und die Justiz erpresst!

(wie ein kleiner Terrorist)

An dieser Sicht der Dinge änderte er auch nichts, als das höchste Gericht der Schweiz feststellte, dass seine Gefängnisstrafe rechtens und eine eventuelle Zwangsernährung notwendig sei, falls sich der Bauer weiterhin allen Anordnungen der Behörden widersetze und dies unter Gefährdung des eigenen Lebens "demonstrieren" wolle.

 
       
   

Aber nun bekam das Bäuerlein breite Unterstützung von "Fachleuten", die offenbar auch genau wissen, dass Cannabis völlig harmlos sei, überhaupt keine gesundheitsschädigende (viel "gesünder" als Tabak!) und persönlichkeits-verändernde Wirkung habe und nie als Einstieg für härtere Drogen wirke:

Ärzte, Psychologen, Philosophen, Juristen, Rechtswissenschaftler, Politiker

und sogar Mitglieder der schweizerischen Ethikkommission argumentierten,

man dürfe einen Menschen aus ethisch-moralischen Gründen niemals zwangsernähren.

Damit würde man gegen seine Menschenrechte verstossen

(weil er dann ja leider gegen seinen Willen weiterleben müsste).

Man müsse zuerst darüber "debattieren" - nachdem das Bundesgericht entschieden hat!

Und obwohl es (nicht nur in der Schweiz) ein Gesetz gibt, das Zwangsmassnahmen zwingend vorschreibt, wenn ein Mensch sich und andere gefährdet. Und obwohl ein Bäuerlein, das meint, es wäre der König der Schweiz und könne seine eigenen Gesetze machen, eindeutig an Wahnvorstellungen leidet.

Und sehr krank ist!

Offenbar finden es diese Fachleute "moralischer" und "humaner",

wenn sich ein Verbrecher über alle Gesetze hinwegsetzt,

den Staat verhöhnt und die Justiz erpresst.

 
 

 

ICH NICHT !